15. September 17

Mimmy

Vor gut einem Monat bekamen wir die Nachricht, das es in der Innerschweiz auf einem Hof, einige Wildkatzen haben soll.

Als ich dort ankam sah ich keine. Jedoch begegnete ich noch dem Bauer. Er ist um die 92 Jahre alt. Auf meine Frage, ob wir bei ihm die Katzen kastrieren dürfen, war er damit einverstanden. Er habe gerade 4 Junge. Darunter auch dreifärber. Sie seien jedoch wild und alle schon vergeben.

Heute besuchten wir ihn nochmals, um zu klären, wieviele Katzen es sind und wann wir die Aktion durchführen können.
Schon bei der Ankunft entdeckte Susann von NetAP ein Kadaver. Die Kleine dreifärbige Mimmy war gerade mal ca 10 Wochen alt. Blutete aus der Nase. Er habe sie vergessen in die Wiese zu schmeissen für die Füchse.
Bei der Frage, ob er jetzt nun mit der Kastrationsaktion einverstanden sei, verneinte er plötzlich.

Der Jäger kastriere die Katzen schon, indem er sie erschiesse! Ansonsten habe er ja noch Hammer und Beil.


Er meinte nur, das der Jäger gestern bei ihm auf dem Hof war und die Kleine Mimmy unter das Auto kam. Was aber nicht sehr Glaubwürdig rüber kam. Wo die andern Jungen sei wisse er nicht.
Als ich ihn fragte, ob der Jäger die andern erschossen habe, lächelte er und meinte:" das kann schon sein ja."

Schon bald riet er uns, den Hof nun besser zu verlassen! Katzen erschiessen sei besser, denn es habe genug und die kastrierten würden ja auch noch weiter leben, was für ihn keinen Sinn ergebe.

Sehr traurig und nachdenklich verliessen wir nun den Hof. Egal was wir gesagt oder getan hätten, es hätte nichts genutzt.

Kleine Mimmy, gute Reise über die Regenbogenbrücke. Egal was zu deinem Tod geführt hat, es hätte verhindert werden können.


Jana, Susann & Naty 


17. August 2017


15. August 2017